Rotes Meer
Das Rote Meer bildet die natürliche Grenze zwischen Afrika und der Arabischen Halbinsel. Von Norden bis Süden misst das Rote Meer rund 2.250 Kilometer, die Breite liegt von Westen nach Osten zwischen abhängig vom Standort zwischen 100 und 200 Kilometern. Neben Ägypten grenzen noch Israel, Jordanien, Saudi-Arabien, Eritrea, Dschibuti, Sudan und der Jemen an das Rote Meer. Aus touristischer Sicht lässt sich eine herausragende Bedeutung des Roten Meeres allerdings auf Ägypten und Israel beschränken.
Die Geologen unterteilen das Rote Meer, dessen tiefster Punkt bei 2.604 Metern liegt, in die folgenden drei Abschnitte: Den Golf von Suez im Nordwesten, den Golf von Aqaba im Nordosten sowie den Golf von Aden im Süden. Vor allem der Golf von Aden rückte im Winter 2008/09 in den Mittelpunkt des internationalen Interesses, als dort Piraten ihr Unwesen trieben. Einige Religionswissenschaftler und Historiker gehen davon aus, dass es sich beim in der Bibel beschriebenen Auszug des Volkes Israel aus Ägypten durch das Schilfmeer um das Rote Meer gehandelt habe. Andererseits kommt hierfür aber auch das etwas weiter westlich gelegene Nildelta in Frage.
Das Rote Meer in Ägypten zählt heute unbestritten zu den schönsten Tauchplätzen der Welt. Vor allem die Korallenriffe und die teilweise einzigartigen Tier- und Pflanzenarten im Roten Meer haben es den Tauchern angetan. Zu den bekanntesten Touristenorten entlang der zu Ägypten gehörenden Küste des Roten Meeres zählen Sharm el Sheikh im Norden sowie Hurghada und Safaga im Westen. Der Tourismus hat sich für die genannten Städte inzwischen zum unverzichtbaren Wirtschaftsfaktor entwickelt, birgt aber gleichzeitig auch eine der größten Gefahren für das anerkannte Tauchparadies. Durch teilweise rücksichtsloses oder zumindest fahrlässiges Handeln von einigen Touristen wird die Schönheit des Roten Meeres immer stärker bedroht. Auch wenn sich schon diverse Projekte am Roten Meer dem Umweltschutz verschrieben haben, so müssen auch die Touristen ihren Teil dazu beitragen, dass dieses schöne Fleckchen Erde in Ägypten in seiner heutigen Form auch für die Nachwelt erhalten werden kann.