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Antike Festung im Nildelta entdeckt

Das Nildelta zählt in Ägypten zwar nicht zu den klassischen Ausgrabungsgebieten für Archäologen, Ende Juni konnte ein Forscher-Team aus Kairo dennoch einen viel beachteten Erfolg für sich verbuchen. Unweit der Mündung des Nils in das Mittelmeer stießen die Archäologen aus Kairo auf eine über 2.500 Jahre alte Festung bzw. die Ruinen davon, die nach ersten Erkenntnissen der ägyptischen Altertumsverwaltung von Pharao Psammetich I. (664 – 610 v.Chr.) errichtet worden ist. Der genaue Fundort liegt nahe der Stadt Ismailja im östlichen Nildelta.

Über eine Fläche von rund 35.000 m² verteilt, fanden die Archäologen im Nildelta bei Ismailja einen Komplex, der drei größere Lagerhallen, einen Palast und einen Tempel beherbergt. Auf die Nutzung als Festung lassen die zahlreichen Vorratskammern schließen, in denen teilweise sogar noch Überreste von Waffen und Hinweise auf die einstige Lagerung von Lebensmitteln gefunden werden konnten. Es kann also mit einiger Sicherheit davon ausgegangen werden, dass sich die im 7. Jahrhundert v. Chr. im Nildelta lebenden Ägypter bei Gefahr in der Festung verschanzten und ihre Siedlung von hier aus verteidigten.

Die Untersuchungen vor Ort werden voraussichtlich noch einige Wochen in Anspruch nehmen, so dass interessierte Touristen noch etwas Geduld aufbringen müssen, um die Exponate persönlich in Augenschein nehmen zu können. Danach sollen aber zumindest Teile des Fundes im Ägyptischen Museum in Kairo ausgestellt werden. Ob das Grabungsgelände im Nildelta bei Ismailja nach Abschluss der Untersuchungen für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, wurde bisher noch nicht bekannt.  

 

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