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Ägypten bleibt an der Spitze der Arabischen Liga

Mit dem neu gewählten Generalsekretär Nabil el Araby steht auch in Zukunft ein hochrangiger Politiker aus Ägypten an der Spitze der Arabischen Liga. Die Delegierten aus den 22 Mitgliedsstaaten der Arabischen Liga votierten am vergangenen Sonntag in Kairo, der Hauptstadt Ägyptens, mit einer breiten Mehrheit für el Araby als neuen Generalsekretär, der damit seinem Landsmann Amr Moussa im Amt nachfolgt. Moussa selbst hat auf eine erneute Kandidatur verzichtet und will sich im Spätjahr in Ägypten zum neuen Staatspräsidenten wählen lassen.

Nabil el Araby kann auf eine beeindruckende Vita verweisen und sammelte im Laufe seiner Karriere unter anderem als Botschafter Ägyptens bei den Vereinten Nationen oder als Richter am Internationalen Gerichtshof in Den Haag (Niederlande) vielseitige Erfahrungen. Mit dem Regierungswechsel in Kairo wurde el Araby zum neuen Außenminister Ägyptens bestellt. Eine der ersten Amtshandlungen des neuen Generalsekretärs der Arabischen Liga war ein Treffen mit Papst Benedikt XVI. am gestrigen Mittwoch in Rom.

Die Arabische Liga wurde 1945 in Ägypten gegründet und hat ihren Sitz in Kairo. Dem Parlament der Arabischen Liga, das seinen Sitz in der syrischen Hauptstadt Damaskus hat, gehören jeweils vier Delegierte aus jedem Mitgliedsstaat an, insgesamt also 88. Neben den 22 Mitgliedsländern aus Nordafrika sowie dem Nahen und Mittleren Osten gibt es bei der Arabischen Liga mit Brasilien, Eritrea, Indien und Venezuela noch vier sogenannte Beobachter ohne Stimmrecht.

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