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Meteoriten-Krater in Ägypten verzückt die Fachwelt

Über Jahrtausende hinweg fristete der Kamil-Krater in der Wüste Ägyptens ein Dasein als unentdeckter Schatz der Wissenschaft. Dieser Umstand änderte sich erst Ende 2008 als sich ein italienischer Mineraloge am heimischen PC via Internet auf die Suche nach bisher unentdeckten Kratern machte. Prompt wurde Vincenzo de Michele im Grenzgebiet zwischen Ägypten und dem Sudan nahe des Bergs Gebel Kamil fündig. Mit Unterstützung des Astrophysikers Dr. Mario di Martino wurde umgehend eine Forschungsexpedition vorbereitet, die dann im Februar 2010 stattfand.

Rund zwei Jahre nach der erstmaligen Entdeckung des nach dem benachbarten Berg benannten Kamil-Kraters in Ägypten wissen die Forscher aus Italien nun einiges mehr über den Krater. So z.B., dass er durch den Aufschlag eines 5 – 10 Tonnen schweren Meteoriten mit einem Durchmesser von 1,3 Meter verursacht wurde. Der Kamil-Krater weist einen Durchmesser von 45 Metern auf und war direkt nach dem Einschlag rund 16 Meter tief. Inzwischen wurde der Krater durch natürliche Vorgänge teilweise mit Sand zugeschüttet, ist aber immer noch zehn Meter tief.

Die späte Entdeckung des Kraters führen die Wissenschaftler einerseits auf die relativ geringe Größe zurück, andererseits aber auch auf die abgeschiedene Lage. Im weiteren Umkreis des Kamil-Kraters sammelten die Forscher über 5.000 Einzelteile des hauptsächlich aus Eisen und Nickel bestehenden Meteoriten auf und den Italienern bei weiteren Untersuchungen noch zusätzliche Erkenntnisse bringen sollen.

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