Böse Gerüchte um Ägyptens Präsident Hosni Mubarak
Ägyptens Präsident Hosni Mubarak wurde in der vergangenen Woche in einem Spital in Deutschland operiert. Bei dem Eingriff in Heidelberg (Baden-Württemberg) wurde dem Präsidenten die Gallenblase entfernt. Derzeit erholt sich Hosni Mubarak in Heidelberg noch von der Operation, die Amtsgeschäfte in Ägypten leitet derweil Ministerpräsident Ahmed Nazif, der von Mubarak vor dessen Abreise nach Deutschland kurzerhand zum Stellvertreter ernannt worden war. Der Gesundheitszustand von Hosni Mubarak gab nach der Operation in Ägypten jede Menge Rätsel auf, so dass es böse Gerüchte gab, die bis dahin reichten, dass der Präsident gestorben sei.
Dass dem nicht so ist, konnte erst am Dienstag widerlegt werden, als ein TV-Sender in Ägypten den Präsidenten im Beisein von zwei Ärzten zeigte. Hosni Mubarak gehe es den Umständen entsprechend gut, der Genesungsprozess verlaufe ohne Probleme, so das Statement von Markus Büchler, dem leitenden Chefarzt in dem Heidelberger Spital.
Bereits seit dem Jahr 1981 steht Hosni Mubarak in Ägypten an der Spitze der Regierung und ist damit einer der dienstältesten Präsidenten der Welt. Im kommenden Jahr konnte die Ära des inzwischen 81 Jahre alten Hosni Mubarak als ägyptischer Präsident jedoch zu Ende gehen, sollte Mohammed El Baradei bei den Wahlen tatsächlich seinen Hut in den Ring werfen. Ob Hosni Mubarak dann erneut antritt oder ob er das Zepter an seinen Sohn Gamal abgibt, steht derzeit ebenfalls noch nicht fest.
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