Relief aus dem Mittelmeer vor Alexandria geborgen
Die Suche nach archäologischen Schätzen beschränkt sich in Ägypten schon längst nicht mehr nur auf das Festland, obwohl es rund um die Pyramiden und Tempel des Altertums mehr als genug zu entdecken gäbe. Nicht minder interessant finden Archäologen aus aller Welt in Ägypten die Arbeit unter Wasser, insbesondere im Mittelmeer vor Alexandria bzw. im dortigen Hafen. Wer in den vergangenen Monaten auf einer Kreuzfahrt im Mittelmeer unterwegs und bei dieser Gelegenheit in Alexandria zu Gast war, wird womöglich festgestellt haben, dass im Hafen archäologische Ausgrabungen zugange sind.
Im Frühjahr wurde bereits ein Teil des Palastes entdeckt, der der legendären Kleopatra zugeschrieben wird und in dessen Gemäuern die Gräber der Königin und deren Geliebten Marcus Antonius vermutet werden. Die Gräber bleiben zwar vorerst weiter verschollen, dafür konnten die Archäologen aus Alexandria dieser Tage einen anderen Erfolg vermelden. Das Mittelmeer bei Alexandria gab einen zwei Meter dicken und neun Tonnen schweren Gesteinsbrocken frei, der sich bei ersten Untersuchungen als hochwertiges Relief aus der Zeit Kleopatras entpuppte.
Zahi Hawass, Ägyptens oberster Archäologe, sprach von einem großartigen Erfolg und informierte die Öffentlichkeit darüber, dass es sich bei dem Relief aus Alexandria um einen Steinblock aus dem Isis-Tempel handele, der einst am Mittelmeer stand. Da weite Teile des antiken Alexandrias inzwischen im Mittelmeer versunken sind, unter anderem auch der Tempelbezirk, spielt die Unterwasser-Archäologie in Ägypten eine zunehmend wichtige Rolle.
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