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Ägypten beginnt mit Impfungen gegen Schweinegrippe

Seit Ende vergangener Woche führt Ägypten landesweit Impfungen gegen die Schweinegrippe durch. Die Behörden nahmen die im November beginnende Pilgerreise nach Mekka in Saudi-Arabien zum Anlass, der Bevölkerung zur Impfung gegen die Schweinegrippe zu raten, damit sich das Virus in Ägypten nicht verbreiten kann. In Saudi-Arabien gab es bisher deutlich mehr Fälle von Schweinegrippe wie in Ägypten, weshalb es nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich das Virus bei der Heimkehr der Mekka-Pilger auch in Ägypten schneller ausbreitet, sofern die Impfungen unterbleiben.

Ägypten hat wegen der Schweinegrippe offiziellen Zahlen zufolge bisher drei Todesopfer zu beklagen, womit das Land der Pharaonen als vergleichsweise risikoarm eingestuft werden kann. Andere islamisch dominierte Länder wie z.B. Tunesien haben in den vergangenen Wochen auch schon laut über ein mögliches Verbot der traditionellen Pilgerreise nach Mekka nachgedacht, sind damit aber auf wenig Gegenliebe innerhalb der Bevölkerung gestoßen. Noch drastischere Maßnahmen hatte Ägypten im Kampf gegen die Schweinegrippe im Frühjahr getroffen, als hunderttausende Schweine gekeult und die überwiegend christlichen Schweinezüchter an den Rand des Ruins, oder darüber hinaus, gebracht wurden.

Aus Ägypten reisen Jahr für Jahr bis zu 100.000 gläubige Pilger nach Mekka, was die Behörden vor dem Hintergrund der Bedrohung durch die Schweinegrippe in diesem Jahr mit etwas Sorge sehen. Der Koran verlangt, dass jeder Moslem die Pilgerreise nach Mekka mindestens einmal in seinem Leben absolviert haben muss.

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