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Kairo führt Abwrackprämie für Taxis ein

Die in Deutschland von manchen Stimmen als Allheilmittel gegen die Wirtschaftskrise gefeierte Abwrackprämie hat ihren Weg inzwischen auch über das Mittelmeer nach Ägypten gefunden, allerdings in leicht abgewandelter Form und auch nur auf die Hauptstadt Kairo begrenzt. Während in Deutschland in erster Linie Privatkunden beim Kauf eines Neu- oder Jahreswagens von der Abwrackprämie profitieren können, richtet sich das in Ägypten erarbeitete Konzept an Gewerbetreibende, genauer gesagt die Taxi-Fahrer in Kairo.

Aus Alt mach Neu heißt das Motto des vor einigen Wochen in Kairo vorgestellten Projekts, das vor allem die Sicherheit auf den überfüllten Straßen Kairos erhöhen soll und weniger als Motor für die regionale oder nationale Konjunktur fungieren soll. Immer mehr Touristen bemängelten in der jüngeren Vergangenheit den nicht ausreichenden hygienischen und technischen Standard in den Taxis der ägyptischen Hauptstadt, weshalb sich die Regierung in Kairo nun offensichtlich zum Handeln gezwungen sah. Die Taxi-Fahrer in Kairo können sich beim Kauf eines neuen Dienstfahrzeugs, zur Auswahl stehen insgesamt fünf Pkw-Modelle, auf einen staatlichen Kredit sowie eine Abwrackprämie in Höhe von umgerechnet 650 Euro für die Verschrottung des ausgedienten Taxis freuen.

Mit der neuen Abwrackprämie für Taxis leistet Kairo einen weiteren Beitrag für die Sicherheit auf den Straßen der ägyptischen Hauptstadt. Bereits vor einigen Wochen hatte Ägypten den Bau des bisher größten Fahrsicherheitszentrums der Welt angekündigt, das außerhalb von Kairo entstehen soll und in dem Bus- und Taxifahrer geschult werden sollen. In das Projekt ist unter anderem auch Alexander Wurz, Ex-Formel-1-Fahrer aus Österreich, sowie dessen Vater Franz eingebunden (wir berichteten).

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