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Archäologische Sensation in Fayyum

Das Fayyum-Becken und die gleichnamige Stadt liegen knapp 90 Kilometer südwestlich von Kairo und haben schon seit einigen Jahrhunderten eine besondere Bedeutung für die Hauptstadt Ägyptens. Dank der Nähe zum Nil sind die Böden rund um die 320.000 Einwohner zählende Stadt Fayyum sehr fruchtbar und daher für die Landschaft so gut geeignet wie kaum in einer anderen Region Ägyptens. Viele Ägypten-Reiseführer bezeichnen die Oase Fayyum nicht zu Unrecht auch als “Gemüsegarten Kairos“.

Aktuell macht die Stadt Fayyum aber in einem ganz anderen Zusammenhang von sich reden. Archäologen haben im Fayyum-Becken in Sichtweite zum Nil kürzlich eine Nekropole freigelegt und damit in Ägypten einen der größten Funde des laufenden Jahres gemacht. Die Nekropole in Fayyum besteht aus mindestens 53 Einzelgräbern und einer Kapelle. Zahi Hawass, der Leiter der Altertumsverwaltung in Kairo und als solcher oberster Archäologe in Ägypten, geht nach den bisherigen Erkenntnissen davon aus, dass in der Nekropole von Fayyum bereits vor 4.000 die ersten Bestattungen vorgenommen wurden. Die Kapelle, in der es Hinweise auf das Christentum gebe, lasse auf eine spätere Nutzung der Nekropole durch die Römer schließen, so Hawass. Ägypten stand bis 337 nach Christus unter römischer Herrschaft.

Über das weitere Vorgehen bei den Ausgrabungen in der Nekropole Fayyum sowie über die Zukunft der Fundstücke konnte Zahi Hawass zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch keine näheren Angaben machen. Es gilt jedoch als wahrscheinlich, dass die Artefakte nach Abschluss der Ausgrabungen und nach deren Untersuchung im Ägyptischen Museum in Kairo zu sehen sein werden.

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