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Gespräche zwischen Ägypten und Israel angekündigt

Rund 30 Jahre nach dem historischen Friedensschluss zwischen Ägypten und Israel am 26. März 1979 deutet sich auf diplomatischer Ebene eine weiterhin positive Zusammenarbeit zwischen beiden Nahost-Staaten an. Dieser für den gesamten Friedensprozess im Nahen Osten sehr wichtige Faktor war zuletzt von mehreren internationalen Beobachtern angezweifelt worden, nachdem es bei den jüngsten Parlamentswahlen in Israel zu einem überraschend deutlichen Wahlerfolg Benjamin Netanjahus und seiner rechtsorientierten Partei gekommen war.

Insbesondere eine mögliche Regierungsbeteiligung von Avigdor Lieberman stieß in Ägypten auf breite Ablehnung, da dieser den Staatspräsidenten Hosni Mubarak zuletzt scharf attackiert hatte. Mubarak wiederum betonte jedoch, dass er nicht den Fehler machen wolle, den Friedensprozess im Nahen Osten nur wegen den Verfehlungen eines einzelnen Politikers zu gefährden und er auch weiterhin den Dialog mit Israel suchen werde. Sobald Benjamin Netanjahu in Tel Aviv auch offiziell als Regierungschef vereidigt sei, werde Ägypten mit einer Einladung zu einem Staatsempfang an ihn herantreten, wie ein Sprecher in Kairo ankündigte.

Auch wenn es im Nahostkonflikt im Kern um das Erreichen einer Zwei-Staaten-Lösung zwischen Israel und Palästina geht, kommt Ägypten dabei als Vermittler eine entscheidende Bedeutung zu. Ägypten war nach dem Friedensvertrag von 1979 lange Jahre der einzige arabische Staat, der diplomatische Beziehungen nach Tel Aviv unterhalten hatte. Inzwischen zählt z.B. auch Jordanien zu den diplomatischen Partnern Israels.

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