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Ägypten und SPK erheben jeweils Anspruch auf Nofretete-Büste

Die deutsche Stiftung Preussischer Kulturbesitz (SPK) ist seit nunmehr knapp 100 Jahren im Besitz einer Büste der Nofretete, der Frau des Pharaos Echnathon. Mit der ägyptischen Altertumsverwaltung gibt es jedoch noch eine zweite Einrichtung, die das Eigentumsrecht an der Nofretete-Büste für sich beansprucht. Da sowohl die SPK als auch die ägyptische Altertumsverwaltung seit Jahren auf ihren jeweiligen Positionen beharren, hatte sich der Streit zuletzt festgefahren, ohne dass eine für beide Seiten zufriedenstellende Lösung in Sicht gewesen wäre.

Durch einen jüngst im deutschen Magazin “Spiegel“ veröffentlichten Artikel scheint nun wieder etwas Bewegung in die Debatte um die Nofretete-Büste zu kommen, die im Jahr 1913 vom deutschen Archäologen Ludwig Borchardt bei Ausgrabungen in Ägypten gefunden worden war. Der Streit um Nofretete zwischen Ägypten und der SPK entzündet sich dabei an der Frage, ob die Nofretete legal von Ägypten nach Deutschland gelangte oder ob Borchardt die damaligen Zollbeamten wissentlich täuschte.

Ägypten vertritt die Meinung, dass Borchardt den Behörden bei seiner Ausreise vor rund 100 Jahren falsche Dokumente und qualitativ schlechte Fotos vorlegte, um die Bedeutung seines Fundes zu verschleiern. Der ägyptische Zoll erlaubte Borchardt daraufhin, die Nofretete-Büste außer Landes zu schaffen. Laut Spiegel-Informationen soll nun ein Dokument aufgetaucht sein, das den Schwindel von damals beweise, wodurch Ägypten der rechtmäßige Eigentümer der Nofretete-Büste wäre. Zahi Hawass, Chef der ägyptischen Altertumsverwaltung, will dem Hinweis nun nachgehen und damit etwas mehr Licht ins Dunkel bringen.

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