Deutsch-Ägyptische Zusammenarbeit im Veterinärswesen

Von der immer stärkeren Nachfrage nach Rind- und Geflügelfleisch in Ägypten kann ab sofort auch die deutsche Landwirtschaft profitieren. Dr. Gerd Müller, der Parlamentarische Staatssekretär für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, kehrte vor wenigen Tagen von einer Dienstreise aus Ägypten zurück und hatte eine frohe Kunde im Gepäck. Mit dem ägyptischen Außenministerium in Person von Amin Abaza konnte eine weitreichende Zusammenarbeit im Veterinärswesen vereinbart werden, die den Export von Fleisch und sonstigen Tierprodukt aus Deutschland nach Ägypten künftig deutlich vereinfachen soll.

Neben der grundsätzlichen Einfuhrerlaubnis, die natürlich auf Gegenseitigkeit beruht, bilden vier weitere Eckpunkte den wesentlichen Bestandteil des Veterinärsabkommen zwischen Deutschland und Ägypten. Beim Import, Export oder der Durchfuhr von lebenden Tieren bzw. Tierprodukten wollen sich beide Länder künftig ebenso stärker als bisher unterstützen wie bei den allgemeinen Veterinärsdiensten. Darüber hinaus soll ab sofort ein regelmäßiger Austausch von Veterinärmedizinern beider Länder über neue Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem entsprechenden Bereich stattfinden. Abschließend einigte man sich in Kairo auf die Vereinheitlichung bei der Ausstellung von veterinärmedizinischen Zeugnissen für lebende Tiere und Tierprodukte.

Durch die Unterzeichnung des Veterinärabkommens zwischen den beiden Ländern wird es künftig ohne nennenswerte Hürden bürokratischer Art möglich sein, Zuchtrinder aus Deutschland nach Ägypten einzuführen. Damit können die Rinder vor Ort geschlachtet und weiterverarbeitet werden, was letztlich der Frische und damit der Qualität des Fleisches dient.

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