Archäologen blicken hinter die Kulissen des Alten Ägyptens

Das Leben im Ägypten zur Zeit der Pharaonen war für die allgemeine Bevölkerung wahrlich kein Zuckerschlecken. Diese Erkenntnis ist nun zwar nicht ganz neu, wissenschaftlich erforscht wurde das Leben der arbeitenden Bevölkerung im Alten Ägypten bisher jedoch auch noch so gut wie gar nicht. Genau diese Aufgabe hat sich nun ein Archäologen-Team von der Universität Helsinki in Finnland auf die Fahnen geschrieben und umfangreiche Forschungen im weltbekannten Tal der Könige aufgenommen.

Als Forschungsobjekt dient dabei die Siedlung Deir el Medina, die bereits in den 1930er-Jahren von dem französischen Archäologen Bernard Bruyère entdeckt wurde. Da die Archäologen in der damaligen Zeit aber weit Wichtigeres zu tun hatten, als sich mit einer vermeintlich unbedeutenden Siedlung abzugeben, hielt sich das Interesse an Deir el Medina in überschaubaren Grenzen, um es vorsichtig auszudrücken. Projektleiterin Jaana Toivari-Viitali geht noch einen Schritt weiter und spricht von einer stiefmütterlichen Behandlung der antiken Stätte. Zeitweise habe Deir el Medina sogar als Müllhalde gedient, so die Archäologin aus Finnland.

Das Forscher-Team aus Finnland ist davon überzeugt, dass es nach Abschluss des auf mehrere Monate angelegten Projekts wertvolle Erkenntnisse über das Leben und Arbeiten im damaligen Ägypten erhalten wird. Die meisten Bauten im Tal der Könige wurden zu Zeiten des Neuen Reichs in Auftrag gegeben und damit gegen Ende der Pharaonen-Ära in Ägypten.

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