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Lösung für Gasprobleme der EU liegt womöglich in Ägypten

Der Umweltschutz und die Schonung endlicher Rohstoffe wie Erdöl oder Gas nehmen auch im Bereich der globalen Energieversorgung einen immer höheren Stellenwert ein. Außerdem hat der russische Gas-Boykott gegenüber der Ukraine und der EU die handelnden Personen in Alarmbereitschaft versetzt und zu einem Nachdenken über möglichen Alternativen angeregt. Eine dieser Alternativen könnten nach Ansicht von Energieexperten aus Deutschland, Ägypten und Frankreich Solarkraftwerke in der Sahara darstellen.

Die Sonne als Energielieferant ist in der Wüste Ägyptens quasi im Überfluss vorhanden, das technische Know-How würde zu großen Teilen aus Frankreich und Deutschland kommen. Zusätzliche Unterstützung erhalten die europäisch-ägyptischen Pläne durch das Wohlwollen der im vergangenen Jahr aus der Taufe gehobenen Mittelmeerunion und der Trans-Mediterranan Renewable Energy Cooperation, die sich ebenfalls in das Projekt einbringen wollen. Hauptprofiteure der Solarkraftwerke in der Sahara wären neben den EU-Staaten und Ägypten auch alle anderen Länder Nordafrikas und des Nahen Ostens.

Bis zum Jahr 2035 soll der Strombedarf im genannten Gebiet zu 80 % von Solarkraftwerken im ägyptischen Teil der Sahara bereitgestellt werden, so die derzeitigen Pläne. Der Energietransfer durch das Mittelmeer stellt aus Sicht des heutigen Stands der Technik kein Problem mehr dar, so dass die Prüfung der Machbarkeit nur noch eine Formsache sein dürfte. Russlands Position auf dem globalen Energiemarkt würde nach der Inbetriebnahme von Solarkraftwerken in der Sahara erheblich ins Wanken geraten.

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