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Ägypten lehnt niedrigere Gebühren am Suezkanal ab

Der Suezkanal, die Wasserstraße, die das Mittelmeer und das Rote Meer in Ägypten miteinander verbindet, erlebt derzeit so schlechte Zeiten wie selten zuvor. Entgegen des unter Umständen naheliegenden Verdachts, das geringere Aufkommen von Fracht- und Tankerschiffen sei zu allererste auf die Weltfinanzkrise zurückzuführen, ist der Grund für das Fernbleiben der Reedereien vielmehr in den gestiegenen Gebühren am Suezkanal zu suchen.

Die Zahl der Schiffe, die von Europa bzw. den USA aus nach Asien unterwegs sind, hat sich auch in Zeiten der Finanzkrise nur unwesentlich verringert, während am Suezkanal im Dezember 2008 15 – 20 % weniger Schiffe gezählt wurden als noch ein Jahr zuvor. Für den Januar sagen die Hochrechnungen ein ähnliches bzw. noch etwas schlechteres Ergebnis voraus. Viele Reedereien schicken ihre Schiffe derzeit wohl auf den Umweg um die Südspitze Afrikas, der zwar Zeit und damit auch Geld kostet, aber immer noch billiger als der Weg durch den Suezkanal in Ägypten zu sein scheint.

Die Zahl der Schiffe sank von über 1.800 im Dezember 2007 auf nur noch rund 1.500 im vergangenen Monat. Vor allem Frachtschiffe und Tanker werden am Suezkanal immer seltener, wodurch der Umsatz der Suezkanal-Gesellschaft im Vergleichszeitraum von vormals 426 Millionen Dollar auf 391 Millionen Dollar geschrumpft ist, trotz Gebührenerhöhung. Kreuzfahrtschiffe bleiben dem Suezkanal hingegen weitgehend treu, was sich durch die festgelegten Routen der Schiffe erklären lässt.

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