Archäologen interessieren sich für Sphinxen in Kairo
Ein bisher aus archäologischer Sicht völlig unbedeutender Ort in der Nähe des Stadtzentrums von Kairo zieht seit etwas mehr als einem Jahr immer mehr das Interesse der ägyptischen Fachwelt auf sich. Nachdem dort bereits Mitte des Jahres 2007 eine Reihe von Sandstein-Sphinxen gefunden worden waren, stieß man nun bei Abrissarbeiten an einer ehemaligen Polizeistation eher zufällig auf weitere Sphinxen derselben Bauart. Unter den Gemäuern des Polizeigebäudes kamen vier Sphinxen aus Sandstein zum Vorschein, die offenbar aus der Zeit von Pharao Nektanebos I. (380 – 363 v. Chr.) stammen, wie Zahi Hawass, der Leiter der ägyptischen Altertumsverwaltung, vermutet.
Im Laufe weiterer Untersuchungen soll nun die unmittelbare Nachbarschaft rund um den aktuellen Fundort in Kairo nach weiteren Zeugnissen aus der fast 2.500 Jahre zurückliegenden Herrschaftsperiode Nektanebos I. gesucht werden. Die Aussichten auf Erfolg sind nach Ansicht der Archäologen alles andere als schlecht, nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass man in dieser Gegend nun schon zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres fündig geworden ist.
Das Alter von Sandstein lässt sich sehr zuverlässig bestimmen, weshalb sich die Archäologen bei ihrer Zuordnung der in Kairo entdeckten Sphinxen in die Zeit von Pharao Nektanebos I. sehr sicher sind. Zudem handelt es sich bei den Statuen um sogenannte Mischlebewesen, die jeweils zur Hälfte Mensch und Löwe sind, was ein weiteres Indiz für Pharao Nektanebos I. als Auftraggeber ist.
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