Suezkanal-Gesellschaft mit leichten Umsatzeinbußen

Der Suezkanal, der in Ägypten das Mittelmeer und das Rote Meer miteinander verbindet und damit eine wesentliche Abkürzung für die internationale Schifffahrt schafft, ist nach dem Panamakanal in Mittelamerika die zweitwichtigste künstlich angelegte Wasserstraße der Welt. Darüber hinaus stellen die monatlichen Umsätze der staatlichen Suezkanal-Gesellschaft in Höhe von rund 500 Millionen Dollar einen wesentlichen Teil der Deviseneinnahmen Ägyptens dar. Nachdem die Umsatzkurve der Suezkanal-Gesellschaft in den vergangenen Jahren Monat für Monat immer neue Rekordmarken erreichte, müssen seit September 2008 stetige Einbußen verzeichnet werden, so dass Ägypten am Suezkanal zuletzt nur noch 470 Millionen Dollar einnehmen konnte.

Als Hauptproblem sieht die Suezkanal-Gesellschaft dabei die Piraten, die im Golf von Aden, also am Aus- bzw. Eingang des Suezkanals ihr Unwesen treiben, sowie die globale Finanzkrise, die inzwischen fast alle Wirtschaftsbereiche erfasst hat. Während diese Faktoren über kurz oder lang wieder in den Griff zu bekommen sein sollten, sorgt die zunehmende Abschmelzung der Pole für tiefere Sorgenfalten auf der Stirn der Verantwortlichen in Ägypten. Eine Folge des Klimawandels könnte in absehbarer Zeit eine dauerhaft eisfreie Nordwestpassage vor der Küste Kanadas sein, die den Atlantik mit dem Pazifik verbindet. In diesem Sommer war dies zum ersten Mal überhaupt der Fall, wenn auch nur für einige Wochen. Sollte dieser Zustand allerdings zur Regel werden, werden Fahrten durch den Suezkanal ebenso überflüssig wie durch den Panamakanal.     

 

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