Junges Krokodil hält ägyptische Mittelmeerküste in Atem

Normalerweise kommen Krokodile in freier Wildbahn in Ägypten ausschließlich im Nasser-Stausee vor. Dementsprechend groß war die Aufregung entlang der Mittelmeerküste, als dort ein junges Krokodil im Nildelta im Mündungsbereich zum Mittelmeer gesichtet wurde, immerhin rund 1.000 Kilometer vom Nasser-Stausee entfernt. Wie das Krokodil den weiten Weg über den Nil bis ans Mittelmeer gefunden hatte, ist auch heute, rund drei Wochen nach dem Vorfall, noch völlig unklar. Besonders gerne hielt sich das Krokodil offenbar rund um den ägyptischen Badeort Marsa Matruh am Mittelmeer auf. 

Die Behörden betonen zwar, dass zu keinem Zeitpunkt eine unmittelbare Gefahr für Leib und Leben von Touristen und Bevölkerung bestanden habe, entschlossen sich dennoch dazu, das Reptil dingfest zu machen. Da nach Angaben von Tierexperten damit gerechnet werden muss, dass das Krokodil im Falle einer Aussetzung im Nasser-Stausee erneut den Weg in Richtung Mittelmeer einschlagen könnte, haben sich die Behörden für die Unterbringung in einem Zoo in Kairo entschieden.

Auch wenn im Zusammenhang mit dem etwa einen Meter langen Jungtier keinerlei Zwischenfälle gemeldet wurden, zeigten sich die Touristen und Hoteliers rund um Marsa Matruh dennoch einigermaßen erleichtert darüber, dass das Krokodil nun wieder in sicherer Umgebung ist. Ob sich der durch die Berichterstattung in den Medien bekannt gewordene Neuzugang positiv auf die Besucherzahlen des Zoos in Kairo auswirken wird, muss die Zukunft zeigen und ist derzeit noch nicht abzuschätzen.

Kommentar hinzufügen







CAPTCHA Bild zum Spamschutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.