Ägypten-Reisen ohne besonderes Gefahren-Potenzial

Vor gut einem Monat geriet das Reiseland Ägypten mit der Entführung einer 19köpfigen Safarigruppe in die negativen Schlagzeilen. Auch wenn die bei den Reiseveranstaltern im Bundesgebiet zunächst befürchtete Stornierungswelle für Reisen nach Ägypten weitgehend ausblieb, eine gewisse Verunsicherung seitens der Touristen war dennoch nicht zu leugnen. Inzwischen wird in Reisen nach Ägypten nicht nur von Branchenkennern sondern auch von den Auswärtigen Ämtern in Deutschland und Österreich kein erhöhtes Gefährdungspotenzial mehr gesehen. Ausschlaggebend hierfür sei vor allem, dass vor allem der Norden Ägyptens sehr gut erschlossen sei und es in den dortigen Destinationen rund ums Mittelmeer und das Rote Meer so gut wie keine Zwischenfälle dieser Art gebe, wie Anja Braun vom Reiseveranstalter TUI erklärt.

Erhöhte Vorsicht ist demzufolge nach wie vor nur bei Reisen im Süden Ägyptens bzw. bei Wüsten-Safaris in abgelegene Orte geboten. Von solchen Unternehmungen wird seitens der Reisebranche jedoch eher abgeraten, da hier keinerlei Sicherheitsgarantien gegeben werden können. Braun verweist zudem auf eine aktuelle Statistik, wonach 4 von 5 Ägypten-Touristen einen Bade- oder Tauchurlaub im Norden des Landes buchen. Die restlichen Touristen lassen sich für eine Nilkreuzfahrt begeistern, bei der die Landgänge in der Regel unter orts- und fachkundiger Führung stattfinden und gefährdete Gebiete ausdrücklich gemieden werden.

Das einzige, aus touristischer Sicht relevante Ziel im Süden Ägyptens stellt die Tempelanlage bei Abu Simbel dar, die aber praktisch rund um die Uhr bewacht werden. Hier halten sich vorzugsweise Reisegruppen auf, die ihren Urlaub auf einem Nilkreuzfahrtsschiff verbringen.

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