Dem Ramses-Tempel auf der Spur

Ein auf den Blick eher unscheinbarer Fund im Nil-Delta nahe der ägyptischen Hauptstadt Kairo könnte aus archäologischer Sicht noch erheblich an Bedeutung gewinnen. Bei der Entdeckung, die eine aus ägyptischen Archäologen bestehende Forschungsgruppe gemacht hat, handelt es sich um den Kopf einer Statue, bei der es sich um Pharao Ramses II.. Ramses II. regierte in Ägypten von 1279 v. Chr. bis 1213 v. Chr. und zählt damit nicht nur zu den bekanntesten Herrschern des Alten Ägyptens, sondern auch zu den bekanntesten Pharaonen.

Da die Statue aus Granit hergestellt wurde, ist sie im Vergleich zu Fundstücken ähnlichen Alters eher schlecht erhalten, da Granit anfälliger gegenüber Verwitterung ist. Eine besondere Erwähnung verdient der Fund des Ramses-Kopfs deshalb weil er erstens in Tell Basta gemacht wurde und er die Archäologen zweitens über kurz oder lang zum Haupttempel von Ramses II. führen könnte. Auch wenn Tell Basta heute eine eher unbedeutende Stadt an der Mittelmeerküste ist, so war es zur Zeit Ramses II. die Hauptstadt Ägyptens.

Ramses II. gilt als einer der größten Tempelbauer der Geschichte. Noch heute zeugen zahlreiche quer über Ägypten zerstreute Bauwerke von einem der liebsten Hobbys von Ramses II. Die Tempelanlage in Abu Simbel, eine der attraktivsten Sehenswürdigkeiten im Süden Ägyptens, ist nur ein Beispiel dafür. Um ein Vielfaches höher wäre der Fund von Teilen des sagenumwobenen Ramses-Haupttempels von Tell Basta einzuschätzen, der nur wenige Kilometer außerhalb von Kairo vermutet wird.

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