Rot leuchtende Fische im Roten Meer entdeckt

Ägyptens Unterwasserwelt ist seit jeher für seine häufig einzigartige Artenvielfalt in Bezug auf Meerestiere und –pflanzen bekannt. Die neueste Entdeckung, die Meeresbiologen von der Universität Tübingen (Deutschland) nun im Roten Meer machten, gleicht ohne Übertreibung einer wissenschaftlichen Sensation, da sie in dieser Form noch nicht bekannt war. Zum ersten Mal überhaupt wurden Fischarten entdeckt, die in der Lage sind, von sich aus in Rottönen zu leuchten und somit ihre Farbe selbstständig und unabhängig von externen Lichtquellen zu verändern. Bisher waren nur Arten bekannt, die dazu nur bei entsprechender Bestrahlung durch die Sonne oder eine ähnliche Lichtquelle fähig sind.

Die Meeresbiologen haben im Roten Meer in Ägypten inzwischen bis zu 30 verschiedene Arten der Roten Fische ausgemacht. Parallel dazu wurden artverwandte Fische vor der Küste Australiens gesichtet, womit auch eine plausible Erklärung dieses Phänomens in Reichweite erscheint. Sowohl in Ägypten als auch in Australien kommen die Roten Fische insbesondere in der Umgebung größerer Korallenriffe vor. Daher schließen die Forscher darauf, dass das Rotleuchten den Fischen in Korallenriffen zur Tarnung und damit zum Schutz vor natürlichen Fressfeinden dient.

Eine weitere Vermutung der Tübinger Meeresbiologen besagt, dass sich die Fische den wechselnden Rottönen bedienen, um sich untereinander zu verständigen. Laut den Experten ist aber auch eine Kombination beider Erklärungsversuche denkbar. Verlässliche Aussagen darüber, seien zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht möglich, so dass zunächst noch weitere Untersuchungen des Phänomens abgewartet werden sollten.

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