Archäologen stoßen in Ägypten auf verschollene Menkauhor-Pyramide

Die Menkauhor-Pyramide, die in Ägypten während der letzten 150 Jahre als verschollen galt, erblickte nun nach einer aufwändigen Ausgrabungsaktion wieder das Tageslicht. Die Existenz der auch als “kopflose Pyramide“ bezeichneten Grabstätte des Pharaos Menkauhor, war bis vor wenigen Wochen allenfalls in Fachkreisen bekannt. Dasselbe trifft auf Menkauhor zu, der vor etwa 4.000 Jahren als Pharao der 5. Dynastie über Ägypten herrschte. Zu einer Besonderheit wird der Fund der Menkauhor-Pyramide dadurch, dass der deutsche Archäologe Karl Richard Lepsius das Bauwerk zum ersten Mal bereits vor Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckt hatte.

Bedingt durch die starken Sandstürme in der Sinai-Wüste, die auch am Gemäuer der Pyramide deutliche Spuren hinterlassen haben, verschwand die Grabstätte schon bald wieder und geriet nach und nach in Vergessenheit. Zahi Hawass, Leiter der Altertumsbehörde in Ägypten, beauftragte nun ein Archäologen-Team mit der neuerlichen Ausgrabung der Menkauhor-Pyramide, nachdem sich neue Erkenntnisse bezüglich ihrer genauen Lage ergeben hatten.

Die Archäologen wurden relativ schnell für die Mühen ihrer Arbeit belohnt, nachdem sie eine Anhöhe von etwa 10 Metern abgetragen hatten und dabei auf das Fundament der Menkauhor-Pyramide gestoßen waren. Von der Mumie des Pharaos fehlte zur Enttäuschung der Archäologen allerdings jede Spur. Ein aus Granit gefertigter Sarkophag war die einzige Entdeckung von erwähnenswerter Bedeutung. Immerhin erlaubte der Sarkophag Rückschlüsse auf das Alter der Pyramide und auf Pharao Menkauhor als “Nutzer“ der Grabstätte. 

 

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