Ägypten Politik: El Baradei als Trumpf-Ass der Opposition

Die nächsten Präsidentschaftswahlen in Ägypten sollen zwar erst im Jahr 2011 stattfinden, die Rückkehr von Mohammed El Baradei macht die Wahlen am Nil aber schon jetzt zu einem ganz aktuellen Thema. Mohammed El Baradei, von 1997 bis November 2009 Präsident der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) mit Sitz in Wien, gilt in Ägypten vor allem als Hoffnungsträger der Opposition, die in Kairo vom liberalen Lager sowie den reformwilligen Muslimen gebildet wird. Entsprechend groß fiel der Empfang am vergangenen Wochenende auf dem Flughafen Kairo aus, als rund 1.000 Anhänger der Opposition El Baradei in seiner Heimat willkommen hießen.

Hosni Mubarak, der amtierende Präsident von Ägypten, dürfte mit Sicherheit der jubelnden Masse auf dem Flughafen Kairo angehört haben und wird über die Rückkehr des international hoch angesehenen Politikers wenig amüsiert sein. Seit 29 Jahre regiert Mubarak sehr autoritär über Ägypten und hat es bisher immer verstanden, potenzielle Widersacher frühzeitig mundtot zu machen. Auch wenn Mohammed El Baradei seinen Hut für eine Kandidatur offiziell noch nicht in den Ring geworfen hat, wird in Ägypten fest damit gerechnet. El Baradei will nach eigenem Bekunden jedoch nur dann zur Wahl antreten, wenn freie Wahlen in Ägypten garantiert werden können, was in der Vergangenheit eher selten der Fall war.

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